Unter diesem Motto veranstaltete der Arbeitskreis Landwirtschaft, Umwelt und ländlicher Raum der CDU Harsefeld am 19. Februar 2020 eine Vortrags- und Diskussionsveranstaltung im Gasthof Kröger in Ohrensen. Ca. 70 Teilnehmer  – überwiegend Landwirte aus der Samtgemeinde und anderen Gemeinden des Landkreises Stade – waren dem Aufruf der CDU gefolgt und hatten sich im Festsaal des Gasthauses eingefunden.

Unter Ihnen auch Kreislandwirt Johann Knabbe und Vertreter des Vereins „Land schafft Verbindung“. Die Veranstaltung begann mit einem Vortrag des Leiters der landwirtschaftlichen Unternehmensberatung Harsefeld, Uwe Mattfeldt. Der Vortrag beleuchtete die Geschichte des Düngemitteleinsatzes in der Landwirtschaft und spannte einen Bogen bis zur heutigen Situation und den Problemen im Zusammenhang mit Grundwasserschutz und Nitratmessnetz.

Helmut Dammann-Tamke, MdL

Danach erläuterte der Landtagsabgeordnete Helmut Dammann-Tamke (CDU) die politischen Konsequenzen, die insbesondere von europäischer Ebene zu der von den Landwirten stark kritisierten,  verschärften Düngemittelverordnung geführt haben, die in diesem Jahr in Kraft gesetzt werden soll. Im Anschluss an die Vorträge entwickelte sich eine offene Gesprächsrunde, in der verschiedene Standpunkte auch kontrovers diskutiert wurden.  „Nach wie vor sorgt die problematische Messstellenauswahl für viel Frust und Unverständnis unter den Landwirten“ stellte Dr. Hartmut Schröder, stellv. Vorsitzender des CDU-Samtgemeindeverbandes fest. Die CDU Niedersachsen fordert deshalb die Überprüfung aller Messstellen und bundesweit einheitliche Standards für das Grundwassermessnetz. Da es oft 10 Jahre und länger dauert, bis die Maßnahmen zur Nitratreduktion an den Messstellen messbar sein werden fordert die CDU Nidersachsen die Umstellung der Ausweisung nitratsensibler Gebiete auf ein verursacherbasiertes Konzept auf Grundlage aktueller Düngungsdaten.