Antrag: Anbau eines Bürgerbegegnungs- und Kulturzentrums -„Kulturbühne Harsefeld“- an die Eissporthalle
Die CDU-Fraktion im Rat des Flecken Harsefeld hat einen wegweisenden Antrag zur Schaffung eines multifunktionalen Bürgerbegegnungs- und Kulturzentrums (,,Kulturbühne Harsefeld“) bei der Gemeindeverwaltung eingereicht. Denn in Harsefeld, der drittgrößte Kommune im Landkreis Stade, fehlt nach Auffassung der CDU eine adäquate Kultur- und Tagungsinfrastruktur im mittleren Segment von 150 bis ca. 350 Plätzen mit einer Bühne.
Die als Anbau zur Eissporthalle vorgeschlagene Kulturbühnenhalle setzt auf kostensparende Synergien mit der Eissporthalle. Neben der gemeinsamen Nutzung von Parkplätzen und Sanitäranlagen soll im Winter die bei der Eiserzeugung ohnehin anfallende Abwärme direkt zur (ergänzenden) Beheizung der Kulturbühnenhalle genutzt werden. Die auf der südlichen Dachhälfte vorgeschlagenen PV-Module könnten zur Stromversorgung beider Hallen genutzt werden.
Die Kulturbühnenhalle sollte den Anforderungen von Tourneetheatern, Musik- und Comedy-Veranstaltern an einen professionellen Bühnen- und Backstagebereich entsprechen, damit wir unseren Bürgern auch in diesen Bereichen „Kultur Pur“ bieten können. Deshalb wird die Halle auch für unsere in der Samtgemeinde beheimateten Laienspielgruppen, Tagungen und Firmen-Events geeignet sein. Bei Bedarf können bei Großveranstaltungen in der Eissporthalle und Kulturbühnenhalle gemeinsame Veranstaltungen durchgeführt werden.
Gleichzeitig bedient das Projekt exakt eine fundamentale Schwachstelle, die der städtebauliche Rahmenplan „Steinfeldsiedlung mit Klosterteichen“ unter Punkt 3.4 anmahnt: Es fehlt im Quartier an einem Ort für ein zwangloses, regelmäßiges und konsumfreies zusammenkommen ohne Vereinszwang.
Die Halle soll jedoch nicht nur als altersübergreifender Treffpunkt der Nachbarschaft dienen, sondern lokalen Vereinen, Verbänden und Gruppen im Foyer der Halle endlich einen festen, gut erreichbaren Ort für organisierte Treffen, Seniorennachmittage und zwischenmenschliche Kommunikation bieten.
Ein besonderes Herzensanliegen ist der CDU-Fraktion der soziale und demografische Wert des vorgeschlagenen Kultur- und Begegnungszentrums für die ältere Generation. ,,Viele unserer älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger können oder möchten insbesondere abends nicht mehr mit dem Auto zu Veranstaltungen nach Stade, Buxtehude oder Hamburg pendeln“, so der CDU-Senior Jens Paulsen.
Im Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzept ISEK 2017-2030 waren für den Bau eines Bürgerhauses 3,0 Millionen Euro veranschlagt worden. Um die Gemeindekasse maximal zu schonen, fordert die CDU-Fraktion in ihrem Antrag die konsequente Fortschreibung der damaligen Finanzierungsübersicht sowie das Ausschöpfen aller staatlichen Fördertöpfe. Das Projekt soll primär über Mittel der Städtebauförderung im Sanierungsgebiet „Steinfeldsiedlung mit Klosterteichen“ sowie über Landes- und Bundesprogramme (ZILE, LEADER, KfW/BAFA) finanziert werden. ,,Ein endgültiger Baubeschluss wird erst gefasst, wenn eine tragfähige, maximale Förderquote schwarz auf weiß vorliegt“, so die CDU-Fraktion.
Da der ISEK-Beschluss des Rates vom 08.08.2017 einstimmig gefasst wurde, hoffen wir, dass das von uns vorgeschlagene Projekt im einvernehmlichen Zusammenwirken von Rat und Verwaltung zeitnah realisiert wird.